Despoten regieren die mächtigsten Länder der Welt und bedrohen die liberalen Demokratien
Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Weltpolitik aus Sicht unserer freien, liberalen und demokratischen westlichen Welt leider nochmals verschlechtert. Internationale Abkommen und Organisationen, welche zur Förderung des Friedens gedacht waren, werden missachtet und durch rein imperialistische Machtpolitik ersetzt. Heute ersetzen Deals die Diplomatie, der Präsident der USA stösst mit territorialen Ansprüchen selbst seine nächsten Alliierten vor den Kopf, bedroht mit seiner Zollpolitik den freien Welthandel und hat sich persönlich gemäss «New York Times» im 2025 mit politischen Entscheiden um über 1 Milliarde Dollar bereichert. Dies alles gehört nicht unbedingt in einen Jahresbericht der SP RTU, schwingt aber halt doch immer im Hintergrund bei unseren lokalen Bemühungen um eine solidarischere und sozialere Gesellschaft mit.
Die Führung des Schulverbandes Hilterfingen liegt in den Händen der SP
Nach den letzten Gemeinderatswahlen verbleiben der SP RTU noch zwei Gemeinderatssitze, einer in Hilterfingen und einer in Oberhofen. Priska Bühler und Eva Egger stehen in beiden Gemeinden dem Ressort Bildung vor und führen als Präsidentin und Vizepräsidentin den Schulverband Hilterfingen. Für die Schule und beide Gemeinden war sicher die Einweihung des Friedbühlschulhauses am 17. Oktober der Höhepunkt dieses Jahres. Mit Priska Bühler und Erich Marti war die SP bei der Planung und Realisierung des Schulhauses an vorderster Front vertreten, bei der Lösung der damit verbundenen Schulweg- und Umzugsprobleme waren dann Eva Eggers diplomatischen und organisatorischen Fähigkeiten gefragt.
Ein weiteres Ereignis mit Ausstrahlung über mehrere Gemeinden war der von der SP Hilterfingen organisierte und von Eva Egger moderierte Auftritt Ueli Schmezers an der Bundesfeier beim Schloss Hünegg. Über die Arbeit in den Kommissionen berichtet jeweils die entsprechende Gemeindegruppe.
Die SP wirkt in Sigriswil aktiv mit, obschon deren Vertretung im Gemeinderat fehlt
Ohne Vertretung der SP im Gemeinderat Sigriswil fliessen die Informationen nicht wie bisher, es fehlt der Einblick in die Geschäfte der kommunalen Politik. Die Gemeindegruppe Sigriswil wird deshalb in Zukunft die Gemeinderät:innen der Parteilosen, Roland Graber und Heinerika Eggermann Dummermuth zu ihren Vorstandsitzungen vor den Gemeindeversammlungen einladen. Dennoch wirkt die SP aktiv in der Gemeinde mit, wie beim Entwurf eines Parkplatzbewirtschaftungsreglements. Lorenz Hänni und Marc Marti waren bei allen vier Begleitgruppensitzungen dabei, die letzte fand im Dezember statt. Ein zentrales Anliegen der SP Sigriswil sind P+R Möglichkeiten mit Bushaltestelle im Raft.
Oberhofen: Erfolge beim bezahlbaren Wohnraum
Die SP Oberhofen ist weiterhin auf der Suche nach ein bis zwei zusätzlichen Mitgliedern, die Gemeinderätin Priska Bühler sowie Präsidentin und Sekretärin Petra Maurer Stalder unterstützen könnten. Aufgrund der begrenzten personellen Ressourcen führte die SPO im Jahr 2025 keine regelmässigen Versammlungen durch, sondern handelte bei Bedarf situativ und ad hoc.
Trotzdem konnten wichtige Erfolge erzielt werden: Beim Projekt Barell-Gut gelang es der SPO, mit der Frutiger AG eine Vereinbarung auszuhandeln, wonach die 25 Mietwohnungen unter dem aktuellen Marktpreisniveau (CHF 251.–/m²/Jahr) angeboten werden sollen. Zudem wird die Bevölkerung in die Gestaltung der Grün- und Begegnungsräume einbezogen, und es wird konsequent auf fossile Energieträger verzichtet.
Wohnbauumfrage als Höhepunkt des Vereinsjahres der SP RTU
Eigentlich begann die SP RTU das Vereinsjahr am 3. Januar mit einem Fondue im Chelli Hünibach. In vier Vorstandssitzungen organisierte die SP RTU danach das Vereinsjahr. Dazu kamen zwei Vorbereitungssitzungen für die unter der Leitung von Petra Maurer organisierte Wohnumfrage in allen drei Gemeinden. Die HV am 6. März im Schlössli Oberhofen verlief im üblichen Rahmen.
Traditionsgemäss organisierte Yvonne Christen am 25. Januar das Klösterlizmorge und am 6./7. Juni zusammen mit Petra unseren Stand am Strandfest mit Schminkstand, Glücksrad und Ballonen.
Die Orientierung über unsere Umfrage zum Wohnungsbau und zur Wohnsituation in unseren Gemeinden am 26. Juni in der Aula des neuen Friedbühlschulhauses war dann der unbestrittene Höhepunkt unseres diesjährigen Vereinslebens. Über dreissig Interessierte nahmen an diesem von Petra Maurer und Regula Perret-Fahrni moderierten Anlass teil und diskutierten im offiziellen und im anschliessenden gemütlichen Teil intensiv die Problematik der hohen Boden- und Mietpreise in unseren Gemeinden.
Das Pizzabacken und -essen am 22. August im Garten der Familie Gerber und ein gemeinsamer Diskussionsanlass der SP und der Grünen Hilterfingen im Feuerwehrmagazin Hünibach rundeten unser Vereinsjahr ab. An der Parteiversammlung vom 11. September im Alters- und Pflegeheim Seegarten stellten sich unsere vier Kandierenden für die Grossratswahlen 2026 Eva Egger, Melanie Germann, Marc Marti und Petra Maurer vor und wurden einstimmig nominiert. Neben den anstehenden kantonalen und nationalen Abstimmungen war auch die Auswertung der Ergebnisse unserer Wohnumfrage ein wesentliches Thema.
Herzlichen Dank an dieser Stelle allen, die etwas zum Gelingen unseres Vereinsjahres beitrugen und es mit ihrer Teilnahme bereicherten.
Neue Mitglieder und Austritte
Zum Schluss dieses Jahresberichtes möchten wir unseren drei verstorbenen Mitgliedern Urs Jäggi, Rudolf Blaser und Anni Vitale gedenken. Marianne und Martin Rossi und Therese Baldini haben die SP leider verlassen und Urs Brütsch hat die Sektion gewechselt. Erfreulich ist dafür, dass wir mit Ida Clare, Tobias Grütter und Christine Clare drei Neueintritte in unsere SP vermelden dürfen. Und herzlich willkommen heissen wir natürlich auch Franziska Friederich Hörr und Markus Graber, welche aus anderen Sektionen zu uns zugezogen sind.
Selbstverständlich danken wir euch allen auch in diesem Jahr, dass ihr euch für eine soziale und solidarische Politik bei uns am rechten Thuneseeufer eingesetzt habt und hoffentlich weiterhin einsetzen werdet. Nur dank eurer aktiven Mitarbeit im Vorstand, in den Gemeinderäten, in einer Kommission in eurer Gemeinde oder in der Region, als Kandidierende oder als stille Helfende auf der Strasse oder im Hintergrund wird die sozialdemokratische Politik in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen und führt auch in unserer Region immer wieder zu kleinen Verbesserungen für unsere Bevölkerung. Ohne euch und eurem Engagement wären unsere drei Gemeinden um einiges weniger lebendig und menschlich. Gerade in Zeiten des international immer stärker verrohenden politischen Klimas müssen wir solzial denkenden Menschen zusammenstehen und uns gegenseitig stützen und motivieren.
Ueli Egger, Petra Maurer, Marc Marti